
Felix Jung

Felix Jung Vom Sterne-Restaurant ins Versorgungsmanagement
Verantwortung, Tempo und höchste Qualitätsansprüche sind Felix Jung nicht fremd. Der gelernte Restaurantfachmann arbeitete bereits in renommierten Michelin-Restaurants und in Fünf-Sterne-Hotels und führte bereits mit 27 Jahren ein Restaurant. Doch so erfolgreich seine Karriere auch war: Das ständige Jonglieren zwischen Arbeit und Familie belastete ihn zunehmend. Arbeitszeiten bis spät abends und lange Heimfahrten waren da üblich. Deshalb entschied er sich für einen Neuanfang, für einen Job näher an seinem Zuhause und damit auch für mehr Zeit mit seiner Familie.
Diesen Neuanfang machte er bei der SRH YourService in Karlsbad als Betriebsleiter im Kompetenzzentrum für Klinische Logistik (KKL). Dort sorgt er seit Mai 2025 gemeinsam mit seinem Team dafür, dass im Hintergrund alles reibungslos funktioniert.
„Zwischen Kundenwunsch, Patientenwunsch, den Wünschen der Mitarbeitenden und dem Wunsch des eigenen Vorgesetzten, da ist schon oft Diskrepanz und das unter einen Hut zu kriegen, ist die Kunst.“
Felix Jung
Verantwortung mit einem klaren Ziel
Wenn täglich rund 2.000 Essen für Patientinnen und Patienten, das Mitarbeitendenrestaurant sowie externe Einrichtungen ausgegeben werden, zählt vor allem eines: den Überblick behalten. Genau hier kommt Felix ins Spiel. Als Betriebsleiter verantwortet er die operativen und administrativen Abläufe des gesamten Versorgungskonzepts. Gemeinsam mit seinen 43 Mitarbeitenden sorgt er dafür, dass täglich alles reibungslos funktioniert. Der Tag beginnt deshalb immer mit einem kurzen Team-Update: Wo gibt es Herausforderungen? Was müssen wir beachten? Was steht heute an?
Dank seiner Einarbeitung zum vollständigen Diätassistenten kennt Felix auch die Anforderungen des sensiblen Diätpostens. Von Dysphagie-Kost über Menüplanung bis hin zur Organisation der täglichen Abläufe. Doch Zahlen, Prozesse und Abläufe sind nur ein Teil seiner Aufgabe. Mindestens genauso wichtig ist der menschliche Aspekt: sein Team, die Patientinnen und Patienten und alle Beteiligten im Haus. Ob Pflege, Geschäftsführung, Marketing oder Reinigung, Felix beschreibt den Austausch im ganzen Haus als freundschaftlich, offen und wertschätzend. Diese gute Zusammenarbeit bildet die Grundlage, um seinen persönlichen Anspruch zu erfüllen. Felix möchte Probleme früh erkennen und lösen: „Ins Agieren kommen und nicht nur ins Reagieren, sonst kommt man ins Schwimmen“.
Balance zwischen Qualität und Wirtschaftlichkeit
Der Alltag eines Betriebsleiters bedeutet oft, viele unterschiedliche Erwartungen gleichzeitig zu erfüllen. Patientinnen und Patienten wünschen sich gutes Essen, Mitarbeitende brauchen klare Abläufe und gleichzeitig müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. „Zwischen all diesen Fronten zu jonglieren“, beschreibt Felix, „erfordert viel Diplomatie und Fingerspitzengefühl“. Hier helfen ihm seine Erfahrungen aus der Gastronomie ebenso wie der tägliche Umgang mit Menschen unterschiedlichster Hintergründe, Altersgruppen und Erwartungen. Fachliche Kompetenz ist dabei genauso wichtig wie ein feines zwischenmenschliches Gespür.
Ein besonders sensibles Thema ist der Speiseplan. Er verbindet Küche, Klinik und Wirtschaftlichkeit. Wird er zu einfach gestaltet, entsteht Kritik. Wird er zu aufwendig, geraten die Zahlen aus dem Gleichgewicht. Deshalb kalkuliert Felix sorgfältig und ist für gute Ideen aus der Küche stets offen. Immer mit dem Ziel vor Augen: gutes Essen, zufriedene Gäste und ein wirtschaftlich stabiler Betrieb.
Eine Karriere, die nie stillsteht
Besonders stolz ist Felix auf einen messbaren Erfolg seiner bisherigen Arbeit: die deutliche Verbesserung des Wareneinsatzes. Als er im KKL startete, lag dieser bei rund 43 Prozent. Durch Anpassungen in Personalplanung, Speiseplan und Veranstaltungsmanagement konnten er und sein Team den Wert auf 35,5 bis 37,5 Prozent senken – ein Ergebnis, das sowohl Effizienz als auch Qualität spürbar stärkt.
Auch für die Zukunft hat er bereits konkrete Ideen. Geplant ist, dass er den Ausbildereignungsschein absolviert. Hintergrund ist eine Kooperation mit einer Klinikabteilung, die psychisch erkrankten Menschen den Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglichen soll. Langzeitpraktika im KKL könnten hier künftig in eine Ausbildung übergehen. Für Felix ist das mehr als ein Projekt, es ist eine Herzensangelegenheit: „Es sind Menschen, die gestrandet sind und wieder zurück ins Leben möchten. Und wenn wir sie hier in der Klinik nicht unterstützen, wer dann?“
Und auch privat hat sich für Felix vieles zum Positiven verändert. Der Wechsel zur SRH YourService hat ihm nicht nur neue berufliche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet, sondern auch das gegeben, was ihm besonders wichtig ist: mehr Zeit für seine Familie. Die bessere Work-Life-Balance ermöglicht es ihm heute, Beruf und Privatleben harmonisch miteinander zu vereinbaren und seine Kinder beim Aufwachsen zu begleiten. Ein Schritt, der für ihn genau zur richtigen Zeit kam.


