Michael Traut

Michael Traut Seit Jahrzehnten im Einsatz
Kaum jemand kennt das SRH Zentralklinikum Suhl so gut wie Michael Traut. Bereits 1986 begann er hier seine Ausbildung als Koch, schloss diese erfolgreich ab und übernahm kurz darauf die Leitung der damaligen Kantine.
Er erlebte den Wandel vom Bezirkskrankenhaus zum modernen Klinikum, die Übernahme durch die SRH und begleitet die SRH YourService seit 2004. Ab 1991 verantwortete er Einkauf, Verwaltung und Lager, bevor er 2018 schließlich die Rolle des Betriebsleiters übernahm.
Michael hat den gastronomischen Bereich der Klinik über Jahrzehnte hinweg nicht nur geprägt, sondern aktiv weiterentwickelt.
„Eine einzelne Führungskraft kann das alles nicht stemmen, wenn das Team nicht funktioniert.“
Michael Traut
Ein Arbeitstag beginnt, bevor er geplant werden kann
Um 6 Uhr morgens startet Michaels Arbeitstag. Eine bewusste Entscheidung, denn so beginnt er den Tag zeitgleich mit seinem Team und ist direkt vor Ort, wenn etwas passiert. Krankheitsfälle, kurzfristige Ausfälle oder unerwartete Herausforderungen gehören zum Alltag, und durch die frühe Anwesenheit kann Michael schnell reagieren und unterstützen.
Nach einem ersten Blick in seine E-Mails führt ihn sein Weg durch die verschiedenen Bereiche. Er spricht mit Mitarbeitenden, verschafft sich einen Überblick über den Tag und prüft kontinuierlich die Qualität: Stimmen die Mengen? Wurde richtig kalkuliert? Passt die alltägliche Umsetzung? Zwischen Planung, spontanen Entscheidungen und operativer Unterstützung bleibt eines konstant: sein Anspruch, den Betrieb jederzeit stabil und qualitativ hochwertig am Laufen zu halten.
Am frühen Nachmittag geht es in den Feierabend – gemeinsam mit seiner Frau, die im Restaurant arbeitet. Für Michael ist das ein klarer Pluspunkt: Der geregelte Tagesablauf schafft ihm eine verlässliche Struktur und ermöglicht eine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben.
Vier Bereiche, viele Aufgaben und stets die Zahlen im Blick
Michael verantwortet gleich vier zentrale Bereiche: die Patientenküche, das Restaurant “DasRestaurant”, das Café „DasCafé“ sowie die Milchküche und führt dabei ein Team von insgesamt 43 Mitarbeitenden. Seine Aufgaben reichen von Personalgesprächen über administrative Steuerung bis hin zur kontinuierlichen Kontrolle von Qualität, Mengen und Wirtschaftlichkeit. Besonders die Zahlen behält er dabei immer im Blick. Eine Stärke, die er auf seine langjährige Tätigkeit im Einkauf und in der Verwaltung zurückführt.
Gleichzeitig entwickelt er den Standort weiter und plant, künftig zusätzliche Automaten für eine 24/7-Versorgung mit Pizza, Pommes und Eis zu integrieren. Auch die Veränderung im Restaurant treibt Michael weiter voran. Nach der Eröffnung des Cafés liegt der Fokus hier auf der Mitarbeitendenversorgung, aber es ist auch für Gäste im Krankenhaus geöffnet. Ein dreiköpfiges Team bereitet morgens sowohl die Speisen für das Café als auch für das Restaurant vor. Michael verfolgt im Restaurant das klare Ziel, künftig noch mehr Gäste zu erreichen und das Angebot weiter auszubauen.
Führung heißt, individuelle Bedürfnisse zu verstehen
Michaels Arbeitsalltag dreht sich vor allem um eines: sein Team. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten und der steigende Bedarf an Nachwuchs sind anspruchsvolle Aufgaben, denen er sich gerne annimmt. „Man muss sich wirklich auf jeden Einzelnen einstellen“, sagt er. Konflikte löst er situativ: mal direkt, mal mit etwas Abstand und einem erneuten Gespräch am nächsten Tag.
Gerade der demografische Wandel stellt das Team vor neue Herausforderungen. Viele langjährige Mitarbeitende befinden sich bereits im Ruhestand oder werden in den kommenden Jahren folgen. Neue Kolleginnen und Kollegen zu finden, die fachlich und menschlich ins Team passen, ist daher entscheidend. Auf das vertrauensvolle Miteinander legt Micheal besonders viel Wert. In Bereichen wie der Milchküche oder dem Café weiß er, dass er sich auf seine Teams mehr als verlassen kann. Verantwortung abzugeben ist für ihn kein Risiko, sondern Voraussetzung für funktionierende Abläufe.
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen im Klinikum wie der Pflegedienstleitung ist von kurzen Wegen und direkter Kommunikation geprägt. Hier wird vieles im persönlichen Austausch geklärt. „Dann nehmen wir den Telefonhörer in die Hand und sprechen miteinander“, beschreibt er seinen pragmatischen Ansatz. Komplexere Themen gehen die Führungskräfte im Rahmen der wöchentlichen Besprechungen dann gemeinsam an.
Veränderung über Nacht
Einige der prägendsten Momente in Michaels Laufbahn sind eng mit Veränderung verbunden und das oft unter Zeitdruck. So baute Michael gemeinsam mit Küchenleiter Michael Noth und seinem Team eine neue Bandspülmaschine innerhalb von nur einer Nacht ein. 24 Stunden lang waren die Beteiligten im Einsatz, um sicherzustellen, dass der Betrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen konnte. Ähnlich lief die Einführung eines neuen Wagensystems für die Essensverteilung: Auch hier verlief die Umstellung über Nacht, denn die Patientinnen und Patienten sollten nicht auf ihre Mahlzeiten warten.
Ein besonderes Herzensprojekt ist für Michael „DasCafé“, welches 2024 eröffnet wurde. Von der Planung bis zur Umsetzung war er maßgeblich beteiligt. Anfangs noch mit Unsicherheit verbunden, entwickelte sich DasCafé schnell zu einem echten Erfolg – mit deutlich übertroffenen Umsatzzielen und einer herzlichen Atmosphäre, die Gäste wie Mitarbeitende gleichermaßen schätzen. Heute ist es ein Vorbild für andere Standorte.





Was ihn antreibt: Verantwortung und Zusammenhalt
Was Michael jeden Tag motiviert, ist vor allem sein Team. Zu wissen, dass der Betrieb funktioniert und sich alle aufeinander verlassen können, ist für ihn zentral.
Gleichzeitig treiben ihn die stetigen Herausforderungen an: den Betrieb weiterzuentwickeln, neue Konzepte umzusetzen und die Versorgung langfristig zu sichern.
Nach vielen Jahren im Klinikum blickt Michael auf zahlreiche Veränderungen, Erfolge sowie gemeinsame Erfahrungen zurück und freut sich auf alles, was noch kommen mag. Falls doch einmal etwas schiefgehen sollte, bleibt er gelassen: „Wir sind Menschen, wir arbeiten, wir machen auch immer mal wieder Fehler. Beim nächsten Mal läuft es dann wieder gut.“