Maik Braun

Maik Braun Grüner Daumen für den Campus
Ob auf dem Weg zur Vorlesung oder ins Büro – alle Studierenden und Beschäftigten am SRH Campus Heidelberg genießen die grüne Atmosphäre des Campusgeländes. Hinter jeder gepflegten Grünfläche und jedem Baum steckt ein zehnköpfiges Team, das die Außenanlage über das ganze Jahr hinweg gestaltet. Geleitet wird es von Maik Braun, dessen Begeisterung für die Arbeit im Freien bis heute ungebrochen ist.
„Der Kontakt mit der Natur und mit den Menschen, das macht mir am meisten Freude.”
Maik Braun
Zurück zu den Wurzeln
Der ausgebildete Forstwirt mit Studium in der Forstwirtschaft nahm zunächst eine Stelle als Gärtner in München an. Der unpersönliche Umgang vor Ort sorgte allerdings dafür, dass er sich unwohl fühlte und so zog es ihn zurück in die Heimat Ladenburg, wo er zehn Jahre lang als Arborist und Baumchirurg arbeitete. Daneben war Maik als Berater einiger Großunternehmens tätig und kümmerte sich um deren Bäume und Vegetationsbestände.
Doch der anstehende Bau eines Eigenheims und die Geburt seiner beiden Töchter ließen ihn nach einer Festanstellung mit Perspektive und mehr Sicherheit suchen. Die freie Stelle zum Fachbereichsleiter für Außenanlagen bei der SRH YourService kam ihm zu diesem Zeitpunkt gerade recht und so übt er diese Rolle bereits seit Mai 2013 aus – mit Erfolg. Dank seiner langjährigen Erfahrung in leitender Funktion begleitet er sein Team mit Kompetenz und Weitblick.
“Wir treffen uns im ganzen Team zum Feierabend, um den Tag und das Geschehe zu besprechen, sowie den nächsten Tag zu planen. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Morgens kommen dann manchmal noch Nachfragen, zu dem Gesprochenen gestern. Und wir haben so gut wie keine Fluktuation, das heißt, ich muss etwas richtig machen“, schmunzelt er.
Ein Gespür für Mensch und Natur
Das starke Verhältnis zu seinen Mitarbeitenden ist auch über den Feierabend hinaus spürbar. Sie unternehmen viel zusammen und sind auch auf freundschaftlicher Ebene miteinander verbunden. Maik freut sich besonders über eine Frau in seinem Team: „Auch während meines Studiums hatte ich schon Kolleginnen, ich finde, die Mischung macht’s.“
Trotz der intensiven Zusammenarbeit gibt es Aufgaben, bei denen das Team Maik noch nicht unterstützen kann. Als Einziger mit einer Kletterausbildung wagt er sich allein in die Höhe und betreut besonders hohe Bäume oder kümmert sich um den 30 Meter hohen Hochschulturm. Auch Fällarbeiten erledigt Maik in Eigenregie, da er den hierfür nötigen Fällschein besitzt. Das soll sich aber in naher Zukunft ändern, denn die entsprechende Ausbildung für seine Mitarbeitenden ist bereits in Planung.
Jeden Baum, den Maik fällt, gilt es an anderer Stelle zu ersetzen. So schreiben es die jeweiligen Fachämter vor, mit denen er im stetigen Austausch steht und ein gutes Verhältnis pflegt. Die Abstimmung reicht über die Anpflanzung neuer Bäume und exotischer Pflanzen hinaus, denn die Gestaltung der Außenanlagen liegt frei in Maiks Händen, in Abstimmung mit der SRH Holding. Von den Ämtern abgesehen, steht Maiks Visionen niemand mehr im Wege: „Mittlerweile betreuen wir den gesamten Campus in Eigenregie, unabhängig von Gesellschaften wie Hochschulen, Kliniken oder anderen Geschäftseinheiten.“
Außerdem arbeitet das Team auch sehr gut mit den Kolleg:innen des Geschäftsbereichs Gebäude & Technik der SRH YourService zusammen, da hilft man sich auch gegenseitig gerne mal aus oder bittet um Unterstützung.
Neben seinen täglichen Aufgaben absolvieren Maik und zwei seiner Mitarbeitenden Schulungen im Abstand von zwei bis drei Jahren zum Thema Pflanzenschutz. So bleiben sie immer auf dem neusten Stand über jegliche Pflanzenschutzmittel wie Pestizide, Fungizide oder Insektizide. Das nutzt nicht nur der Vegetation, sondern auch dem Schutz des Menschen. Außerdem besucht Maik regelmäßig die Baumfachtage, die sein Wissen über Schädlinge und die lückenlose Bestandsdokumentation der etwa 500 Campus-Bäume ebenfalls erweitern.





Arbeiten im Rhythmus der Jahreszeiten
Draußen an der frischen Luft zu arbeiten, heißt auch, verschiedenen Wetter- und Lichtverhältnissen zu trotzen. „Die natürlichen Bedingungen sind eine Herausforderung. Wir müssen flexibel auf Wetterbedingungen und unterschiedliche Vegetationsbedingungen reagieren“, sagt Maik. “Hier weiß man, was im Lauf des Jahres auf einen zukommt, hier können wir ein ganzes Jahr gemäß der Vegetationsperiode planen.”
Während der Tag zur Sommerzeit bereits um sieben Uhr beginnt - bei starker Hitze kann der Tag bereits um sechs Uhr beginnen - und nachmittags um vier endet, verzögert sich der Arbeitsanfang und Feierabend im Winter um jeweils eine halbe Stunde. So umgehen Maik und sein Team die weniger gut ausgeleuchteten Stellen auf dem Campus, um jederzeit gut zu sehen.
Plötzlicher Wintereinbruch kann auch diesen Rhythmus durcheinanderwerfen, indem er mit Wochenend-, Nacht- und Bereitschaftsdienst einhergeht. Während der kalten Jahreszeit beginnt die Arbeit auch schon einmal um drei Uhr morgens oder endet erst um acht Uhr abends. Ein Umstand, der Maik jedoch nichts ausmacht: „Für mich ist es völlig okay, ich habe Gleitzeit und das passt sehr gut für mich und meine Familie.“

Geteilte Leidenschaft
Heute wie damals dient Maiks Liebe zur Natur und zu seiner Familie als treibender Motivator. Vor 13 Jahren entschied sich der Vater zweier Mädchen für eine Festanstellung, Sicherheit und damit für den Wechsel zur SRH YourService. Eine Lebensentscheidung, die er bis heute nicht bereut und auch in Zukunft nicht missen möchte. Obwohl er zwischenzeitlich zahlreiche neue Angebote erhielt, lehnte er diese immer wieder ab. Seinem Team, dem Campus und seiner Familie zuliebe. Umso schöner, dass der Naturliebhaber diese Leidenschaft auch mit seinen Kindern teilen kann. Genau wie er fühlen sie sich zur Natur hingezogen, verbringen die meiste Zeit draußen an der frischen Luft und entdecken gemeinsam mit Maik neue Orte.
„Der Kontakt mit der Natur und mit den Menschen, das macht mir am meisten Freude“, sagt er. Für ihn ist die Kultur des Unternehmens wichtig. Er empfindet die Zusammenarbeit als direkt, kollegial und menschlich. “Bei uns kennt jeder jeden und kann auch zu jedem kommen.”