
Bettina Müller

Bettina Müller Wenn aus Kürzertreten eine Karriere wird
In der Küche des SRH Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda beginnt der Tag, lange bevor im Haus überall Betrieb herrscht. Während auf den Stationen der Morgen langsam anläuft, koordiniert Bettina Müller hier bereits Abläufe, kontrolliert die vorbereiteten Mahlzeiten sowie die Dienstplanung. Als Betriebsleiterin der Patienten- und Mitarbeiterversorgung sowie der Cafeteria ist sie jeden Tag schon um 05:30 Uhr mittendrin im Trubel, behält Bestellungen, Lieferanten und Veranstaltungsfragen im Blick.
Ihr ursprünglicher Plan war es allerdings nicht, ein Team von 18 Mitarbeitenden zu führen. Vielmehr verfolgte sie mit ihrem Beginn bei der SRH YourService das Ziel, beruflich kürzerzutreten und weniger Stunden zu arbeiten. Stattdessen führte ihr Weg von der Spüle über die kalte Küche und die Cafeteria bis in die Betriebsleitung.
„Ich bin ein kommunikativer Mensch und ziemlich quirlig. Meine Leute wissen, dass sie sich auf mich verlassen können und ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann. Wir suchen und finden immer eine Lösung.“
Bettina Müller
Eine Karriere mit Geschmack
Bevor Bettina 2015 zur SRH YourService wechselte, hatte sie bereits einige berufliche Stationen hinter sich. So absolvierte sie von 1981 bis 1983 ihre Ausbildung zur Köchin. Im Anschluss bekam sie zwei Kinder und arbeitete zeitweise im Büro sowie auf einem Schlachthof. Nach einem Umzug kehrte sie in die Küche eines Restaurants zurück und wechselte später in ein Café. Hier übernahm sie unter anderem auch das Kuchenbacken.
Um mehr Luft für ihr Privatleben zu schaffen, bewarb sie sich bei der SRH YourService – eigentlich als Stationshilfe. Als die Stelle doch nicht mehr benötigt wurde, wechselte sie nach drei Monaten von der Spüle in die kalte Küche und übernahm anschließend die Leitung der Cafeteria. Nach einem Betreiberwechsel wurde sie wieder als Köchin eingesetzt und wenig später zur Küchenchefin ernannt. Nach und nach arbeitete sie ein Kollege aus der Betriebsleitung des Zentralklinikums Suhl in das Bestellwesen und die Dienstplanung ein.
Hier stimmt die Mischung
Wer mit Bettina zusammenarbeitet, erlebt eine offene und zugewandte Kollegin, die nah an ihrem Team bleibt. Ihre quirlige Art bringt Bewegung in den Arbeitsalltag, ihre direkte Kommunikation schafft Klarheit. Wenn etwas noch nicht rundläuft, spricht sie es an. „Offen und ehrlich, das bin ich selbst und bekomme das auch zurück, das ist mir wichtig“, sagt sie. Wenn jemand fehlt oder kurzfristig Unterstützung gebraucht wird, packt sie selbst mit an. „Ich bin sehr flexibel einsetzbar und helfe schon mal aus, wenn Not am Mann ist“, erzählt sie.
Die Zusammenarbeit lebt dabei von unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten. Einige Kolleginnen und Kollegen sind schon mehr als 15 Jahre dabei, andere erst seit ein oder zwei Jahren. Gemeinsam übernehmen sie unter anderem die Portionierung, die warme und kalte Küche, den Speisesaal, den Hol- und Bringdienst der Wagen oder die Automatenbestückung. Für jeden Bereich gibt es eine Hauptperson und eine wechselnde Kraft. In Gesprächen erkundigt sich Bettina nach den Interessen und Wünschen ihrer Mitarbeitenden. Manche arbeiten gerne abwechslungsreich, andere fühlen sich in einem festen Aufgabenbereich besonders wohl. Beides findet im Team seinen Platz.
Wenn vieles gleichzeitig laufen muss
In Bettina Arbeitsalltag greifen zahlreiche Abläufe ineinander. Bestellungen müssen rechtzeitig ankommen, Speisepläne gepflegt, Waren verräumt und Mahlzeiten zuverlässig vorbereitet und ausgegeben werden. Eine besondere Herausforderung war die Umstellung des Bestellsystems Anfang 2026. Innerhalb von zwei Monaten arbeitete Bettina das Team in die neuen Abläufe ein und sorgte gemeinsam mit einer Kollegin dafür, dass alles rund um die Umstellung reibungslos funktioniert.
Auch die Einführung des Automatenkonzepts war ein wichtiger Schritt. Die Versorgung rund um die Uhr läuft gut. Vor zwei Jahren wurde außerdem über Nacht die neue Spülstraße ausgetauscht. „Das war eine Riesenaktion und hat zum Glück geklappt“, erinnert sie sich. An einen Tag der offenen Tür denkt sie ebenfalls gerne zurück. Gemeinsam mit einem Kollegen briet sie draußen 600 Bratwürste. „Das war anstrengend, aber ein tolles Erlebnis“, sagt sie.
Kurze Wege und ehrliche Worte
Im Haus arbeitet Bettina eng mit anderen Bereichen zusammen. Die Wege sind kurz, die Abstimmung funktioniert direkt und unkompliziert. Unterstützung erhält sie durch die Regionalleitung, die fast jede Woche vorbeikommt, um Notwendiges zu besprechen und die Abstimmung mit dem Krankenhaus zu erleichtern. Auch mit den anderen Betriebsleitungen, der Bereichsleitung und ihrer Stellvertretung steht Bettina im engen Austausch, wenn Fragen oder Probleme auftauchen. Das trägt auch zu dem bei, was die SRH YourService für sie von anderen Arbeitgebern unterscheidet: „Das Miteinander“.
Wenn sich ihre Mitarbeitenden weiterbilden möchten, stehen ihnen jede Menge Optionen zur Verfügung, darunter Einblicke in die Burger-Herstellung oder Snackseminare. Auch im Umgang mit der Kundschaft gibt es intensive Weiterbildungsmöglichkeiten.
Rezept für einen guten Arbeitstag
Ihr Team ist es, was Bettina jeden Tag motiviert. Gemeinsam sorgen die Mitarbeitenden dafür, dass Patientinnen und Patienten sowie die Mitarbeitenden im Haus gut versorgt sind. „Wenn alles gut läuft, ist es am schönsten, wenn wir auch mal zusammen lachen und alle zufrieden nach Hause gehen“, beschreibt sie einen gelungenen Arbeitstag. Auch ihr ursprünglicher Wunsch nach geregelten Arbeitszeiten hat sich erfüllt. „Ich finde es gut, dass ich geregelte Arbeitszeiten habe, da kann ich auch Zeit mit meinen Enkelkindern einplanen. Davon habe ich fünf.“ Mit ihren 61 Jahren freut sie sich aber auch schon darauf, irgendwann in Rente zu gehen: „Bis dahin bleibe ich aber da, wo ich bin.“



