André Raffel

André Raffel Wenn Zusammenarbeit mehr ist als ein Leistungskatalog
André Raffel kennt das Gesundheitswesen aus vielen Perspektiven. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in der Akutmedizin und Altenpflege, war Verwaltungsleiter, Geschäftsführer und bereits zwölf Jahre am SRH Standort Suhl tätig. Im März 2023 kehrte er zur SRH zurück und übernahm die Position des Verwaltungsleiters, Prokuristen und Mitglieds der Geschäftsführung im SRH Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda.
Sein Arbeitstag beginnt früh – manchmal sogar mit einem kleinen freundschaftlichen Wettbewerb mit seinem Vorgesetzten, wer von beiden zuerst im Haus ist. Danach folgen E-Mails, kurze Abstimmungen mit der Teamassistenz und Gespräche mit den vielen Bereichen, die ein Krankenhaus am Laufen halten: mit Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachpersonal, Abteilungsleitungen und Dienstleistenden, allen voran der SRH YourService. Insgesamt verantwortet André Raffel um die 45 Mitarbeitende.
„Wir wissen, dass wir einander brauchen, dass wir einander nützen und dass wir uns alle dem Versorgungsauftrag und unseren Patienten zu verschreiben haben.“
André Raffel
Ein Krankenhaus ist kein abgeschlossener Kosmos
Verwaltung im Krankenhaus bedeutet für André Raffel vor allem: miteinander sprechen, Dinge einordnen und gemeinsam Lösungen finden. Die Krankenhauslandschaft verändert sich, die Anforderungen an Abläufe und Finanzierung wachsen und Entscheidungen müssen immer wieder neu bewertet werden. So auch bei der Essenserfassung: Aufgrund der aktuellen Krankenhausfinanzierung wurde gemeinsam mit der SRH YourService besprochen, diese Unterstützungsleistung künftig wieder stärker in die Hände des Krankenhauses zu legen.
Solche Veränderungen betreffen nicht nur eine einzelne Abteilung. Sie müssen mit der Betriebsleitung, den Mitarbeitenden der SRH YourService sowie der Pflege abgestimmt werden und erfordern Verständnis für die jeweiligen Rahmenbedingungen. Dieses findet André in seinen beiden engsten Ansprechpartnerinnen der SRH YourService: Ute Waßmuth, der Standortleitung für die Reinigung und Bettina Müller, der Betriebsleitung für die Patientenversorgung.
Mit beiden führt er regelmäßige Gespräche, gleichzeitig bleibt der Austausch im Alltag kurz und direkt. Es geht um zusätzliche Reinigungen, veränderte Reinigungsfrequenzen oder Anpassungen bei den Serviceleistungen rund um das Essen. Ute und Bettina kennen die Abläufe des Krankenhauses, wissen um die Bedeutung einer guten Patientenversorgung und bringen zugleich die Perspektive ihrer Teams ein. Daher braucht nicht jede Frage einen langen Termin.
Auch Fehler dürfen mal passieren. Veränderungen lassen sich nicht immer reibungslos umsetzen, und nicht jede Entscheidung erweist sich sofort als richtig. Entscheidend ist für André Raffel, offen damit umzugehen und nicht denselben Fehler zweimal zu machen. Gerade der enge Austausch hilft, Probleme früh zu erkennen und gemeinsam nachzusteuern. „Und das ist der Moment, wo es Spaß macht. Wo man Menschen hat, die mitziehen, immer Verständnis füreinander haben und nicht nur die eigenen Interessenslagen verfolgen“, erzählt er.
Nähe schafft Verantwortung
Die Patientinnen und Patienten, Angehörige und Besuchende kommen mit unterschiedlichen Erwartungen, Sorgen und Ängsten ins Haus. „Hier sind die Patienten keine Nummer, hier wird mit ihnen gesprochen, nicht über sie“, beschreibt André Raffel den Anspruch, den er an die gesamte Organisation hat. Das gilt auch für Dienstleistende. Er erlebte in anderen Häusern bereits, dass sich diese stärker auf das eigene Leistungsverzeichnis und das vereinbarte Leistungsspektrum zurückziehen.
„Die SRH YourService unterscheidet sich in meiner Wahrnehmung ganz erheblich in dem Identifikationspotenzial, was sie hat, mit den Mitarbeitenden, den Prozessen, den Abläufen, den Strukturen vor Ort“, sagt er. Für ihn ist die SRH YourService deshalb nicht einfach ein externer Anbieter, der einzelne Aufgaben übernimmt. Die Mitarbeitenden arbeiten am selben Ort, begegnen den bis zu 180 Patientinnen und Patienten persönlich und erleben unmittelbar, wie sich ihre Arbeit auf den Krankenhausaufenthalt auswirkt. Ein sauberes Zimmer, ein funktionierender Service und ein freundlicher Umgang prägen die Wahrnehmung des gesamten Hauses.
Gemeinsam für ein Krankenhaus mit Herz
Die Zusammenarbeit mit der SRH YourService erlebt André Raffel dabei als Teil eines gemeinsamen Auftrags. Beide Seiten arbeiten daran, die Patientenversorgung unter den Bedingungen einer sich verändernden Krankenhauslandschaft bestmöglich aufrechtzuerhalten. Das erfordert Flexibilität, klare Absprachen und manchmal auch die Bereitschaft, selbst mit anzupacken – etwa, wenn größere Krankheitsstände aufgefangen werden müssen.
„Wir sind hier keine sterile Gesundheitsfabrik, sondern wir sind das empathische Haus mit Herz, das schätzen die Patienten heute, und das seit vielen Jahren. Das ist aber nichts, worauf man sich ausruhen kann. Das ist etwas, was man jeden Tag neu prägen muss. Und pflegen muss“, sagt André Raffel. Wie wichtig dieser Anspruch ist, zeigt sich für ihn auch daran, dass Patientinnen und Patienten trotz der schwierigen Verkehrsanbindung näher gelegene Häuser umfahren, um in Friedrichroda in die Notaufnahme zu kommen. „Das macht Friedrichroda tatsächlich aus. Und es ist insofern ein Riesenunterschied und auch eine Riesenfreude, in so einem Haus zu arbeiten und hier mitgestalten zu dürfen“, freut er sich.
Dass André Raffel nach einer früheren Zeit außerhalb der SRH zurückgekehrt ist, hat auch mit dieser Haltung zu tun. Er schätzt die Werte, die im Krankenhaus gelebt werden, und die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen etwas zu gestalten. Besonders motiviert ihn dabei, Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu begleiten und zu erleben, wie sie über sich hinauswachsen. Gerade erst hat er 20 Auszubildende im Krankenhaus begrüßt. „Es liegt an ihnen und uns allen, wie wir bei den Patienten wahrgenommen werden und für welches Krankenhaus sie sich eben auch entscheiden.“ Die Zusammenarbeit mit der SRH YourService ist für ihn daher mehr als ein organisatorisches Zusammenspiel: Sie ist Teil eines Arbeitsumfelds, in dem Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen – für den Standort und vor allem für die Patientinnen und Patienten.


